Steckbrief

Ausbildung und beruflicher Werdegang
Corinna Mairhanser forscht an der Schnittstelle von Archäologie und Kunstgeschichte mit einem Schwerpunkt auf visueller Kultur, Wahrnehmung und Inszenierung. Ihr Bachelorstudium der Archäologie und Kunstgeschichte absolvierte sie an der Ludwig-Maximilians-Universität München (ab 2014), wo sie früh ein Interesse an der Frage entwickelte, wie Bilder, Räume und Objekte in der Spätantike und in Byzanz erfahren, inszeniert und mit Bedeutung aufgeladen wurden. Im Masterstudium spezialisierte sie sich auf Spätantike und Byzantinische Kunstgeschichte; ein ERASMUS-Aufenthalt an der Universität Wien (2019) erweiterte ihre Perspektive um internationale Erfahrungen und methodische Impulse. Ihr Studium wurde durch das Deutschlandstipendium gefördert, ihre Masterarbeit 2020 mit dem LMU Forschungspreis für exzellente Studierende ausgezeichnet. Während des Studiums war sie von 2018 bis 2022 als studentische Hilfskraft am Institut für Byzantinistik tätig.
Von 2020 bis 2024 promovierte sie an der LMU über die inszenatorische Funktion von Vorhängen in Spätantike, Byzanz und Mittelalter. Das Projekt wurde durch ein Promotionsstipendium der Hanns-Seidel-Stiftung gefördert sowie durch das Promotionsprogramm Altertumswissenschaften des Münchner Zentrums für Antike Welten unterstützt. Die Dissertation wurde 2025 mit dem Dissertationspreis der Fakultät 12 ausgezeichnet.
Seit August 2024 ist Corinna Mairhanser wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fach Spätantike und Byzantinische Kunstgeschichte an der LMU und koordiniert als Studiengangskoordinatorin die fünf archäologischen Masterstudiengänge. In ihrer Forschung verfolgt sie einen kulturwissenschaftlich erweiterten Ansatz mit besonderem Interesse an visuellen und multisensorischen Erfahrungsräumen, ikonografischen Codes sowie der Inszenierung von Raum und Liturgie. Ein zentrales Thema bildet dabei die Wechselwirkungen von Bild, Materialität und Wahrnehmung in Spätantike und Byzanz.